Der Präsident ohne Abschluss
"Dass ich nicht aufs College gegangen bin, war eines der größten Bedauern meines Lebens."
Führte die USA zum Sieg im Spanisch-Amerikanischen Krieg.
In den großen Hallen des Weißen Hauses genoss William McKinley den Respekt einer Nation. Er war Kriegsheld und der 25. Präsident der Vereinigten Staaten. Doch hinter der würdevollen Fassade verweilte ein stiller Schatten — ein Gefühl der Unzulänglichkeit.
McKinley verfügte über immense praktische Intelligenz, doch ihm fehlte das, was seine Altersgenossen zur Schau stellten: ein College-Abschluss. Finanzielle Not zwang ihn, das Allegheny College vor dem Abschluss zu verlassen. Das Fehlen dieses formalen Abschlusses nagte an ihm.
Einmal gestand er einem Freund: „So überraschend es scheinen mag... ich hätte lieber eine College-Ausbildung gehabt, als Präsident der Vereinigten Staaten zu sein.“ Das war ein erstaunliches Geständnis für einen amtierenden Präsidenten.
Sein Leben wurde 1901 durch die Kugel eines Attentäters verkürzt. Er starb als geliebter Führer, nahm aber sein stilles Bedauern mit ins Grab.
William McKinley (1843–1901) war der 25. Präsident der Vereinigten Staaten.
Ohio.
Abbruch wegen Krankheit.
Amtseinführung.
Erschossen in New York.
Goldstandard: Etablierte Gold als Standard.
Dingley-Tarif: Erhöhte Zölle.
Präsidentschaft: Gewann zwei Wahlen.
Bürgerkrieg: Diente als Major.
Etablierte die USA als Weltmacht.
Starb am 14. September 1901 nach einem Attentat.
Flüstern durch die Zeit