Der widerwillige Messias
"Ich werde lieber für das gehasst, was ich bin, als für das geliebt, was ich nicht bin."
Entfachte die Grunge-Revolution und gab einer desillusionierten Generation eine Stimme.
Im grauen Nieselregen von Seattle wurde ein widerwilliger Messias geboren. Kurt Cobain sang nicht nur; er schrie die kollektive Angst einer Generation heraus. Mit *Nevermind* demontierte er versehentlich die glänzende Fassade des 80er-Jahre-Rocks. Aber der „Teen Spirit“, den die Welt feierte, war für ihn ein erstickendes Parfüm.
Hinter der Wand aus Ruhm lag ein Mann in ständiger Agonie. Seine chronischen Magenschmerzen trieben ihn zur Selbstmedikation. Heroin wurde sowohl zum Schmerzmittel als auch zur Decke gegen das grelle Licht der Berühmtheit. Er fühlte sich wie ein Hochstapler, schuldig, weil er die Anbetung nicht genoss.
In einem stillen Gewächshaus über seiner Garage hörte der Lärm endlich auf. Sein Abschiedsbrief war eine herzzerreißende Bitte um Empathie. Er zitierte Neil Young: „It's better to burn out than to fade away.“ Er war der Junge, der nur geliebt werden wollte, aber Angst vor dem hatte, was diese Liebe forderte.
Kurt Cobain (1967–1994) war der Frontmann von Nirvana und die Stimme der Generation X.
Geboren in Aberdeen.
Gründet Nirvana.
*Nevermind* erscheint.
Stirbt mit 27 Jahren.
Nevermind: Das Album, das die 90er definierte.
In Utero: Ein rohes Meisterwerk.
MTV Unplugged: Eine eindringliche akustische Performance.
Grammy: Bestes Alternative-Album (posthum).
Rock and Roll Hall of Fame: 2014 aufgenommen.
Er bleibt die Ikone der Außenseiterkunst.
Starb am 5. April 1994 durch Suizid in Seattle.
Flüstern durch die Zeit