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12. Oktober 20255 Min. Lesezeit

Die Psychologie der Reue: Warum der Blick zurück uns voranbringt

Reue wird oft als negative Emotion angesehen, aber Psychologen meinen, sie könnte unser mächtigstes Werkzeug für persönliches Wachstum sein.

blog.keyTakeaway

"Reue ist ein gesundes Signal zur Kurskorrektur, das uns hilft, aus Fehlern zu lernen und künftiges Handeln an unseren Werten auszurichten."

Der Zweck des Schmerzes

Reue ist universell. Sie ist das emotionale Gegenstück zum körperlichen Schmerz — ein Signal dafür, dass etwas nicht stimmt und Beachtung verlangt. Im Gegensatz zu Traurigkeit oder Wut richtet sich Reue direkt auf den eigenen Willen. Sie entsteht aus dem Gedanken: Ich hätte es besser machen können.

Forschungen aus der Verhaltenspsychologie zeigen, dass Reue, wenn sie gesund verarbeitet wird, zwei zentrale Funktionen erfüllt: Lernen und Kurskorrektur.

Zwei Arten von Reue

Psychologen unterscheiden Reue meist in zwei Formen:

  • Reue über Handlungen: Dinge, die wir getan haben. (Zum Beispiel etwas Verletzendes sagen.)
  • Reue über Unterlassungen: Dinge, die wir nicht getan haben. (Nie den Mut gefunden, etwas zu sagen.)

Interessanterweise sind Handlungsreuen kurzfristig intensiver, während Unterlassungsreuen deutlich länger nachwirken. „Was wäre wenn?“ kennt kein Verfallsdatum.

Heilung durch Akzeptanz

Die Regret Wall basiert auf dem Prinzip der Akzeptanz. Indem wir Reue externalisieren — sie aufschreiben und loslassen — verlagern wir sie vom Grübelzentrum des Geistes in seinen erzählerischen Raum. Ein spukender Geist wird zu einer Geschichte.

Und Geschichten lassen sich beenden.

Autor

TheWallProject

Gründer

Bereit, deine Last loszulassen?

Created in 2025 • The Regret Wall