5 Arten von Reue und wie man sie bewältigt
Das Verständnis der verschiedenen Kategorien von Reue kann uns helfen, sie effektiver zu verarbeiten und schmerzhafte Erinnerungen in kraftvolle Lektionen zu verwandeln.
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"Die Kategorisierung von Reue hilft bei der Anwendung spezifischer Heilungsstrategien und verwandelt schmerzhafte Momente in Katalysatoren für werteorientiertes Handeln."
Reue durch Kategorien verstehen
Nicht jede Reue ist gleich. Die psychologische Forschung hat verschiedene Arten von Reue identifiziert, die jeweils ihre eigene emotionale Signatur und ihren eigenen Weg zur Lösung haben. Wenn Sie verstehen, welche Art von Reue Sie erleben, können Sie den Heilungsprozess besser steuern.
1. Entscheidungsreue
Dies ist die „Ich habe falsch gewählt“-Reue. Sie tritt auf, wenn wir eine bewusste Wahl zwischen Optionen treffen und uns später wünschen, wir hätten anders gewählt. Berufliche Veränderungen, Beziehungsentscheidungen und große Anschaffungen fallen oft in diese Kategorie.
Umgang damit: Akzeptieren Sie, dass Sie mit den damals verfügbaren Informationen die beste Entscheidung getroffen haben. Üben Sie Selbstmitgefühl und konzentrieren Sie sich auf das, was Sie aus der Erfahrung gelernt haben.
2. Handlungsreue
Diese Reuegefühle entstehen aus dem, was wir getan haben – im Zorn gesprochene Worte, impulsives Verhalten oder Handlungen, die anderen geschadet haben. Handlungsreue wird meist als sehr direkt und intensiv empfunden.
Umgang damit: Falls möglich, leisten Sie Wiedergutmachung. Entschuldigen Sie sich aufrichtig, übernehmen Sie Verantwortung und geloben Sie, es künftig anders zu machen. Wenn eine direkte Wiedergutmachung nicht möglich ist, verwandeln Sie die Lernerfahrung in eine positive Tat für die Zukunft.
3. Unterlassungsreue
Vielleicht die beständigste Art von Reue, die uns mit der Frage „Was wäre wenn?“ verfolgt. Es sind die Risiken, die wir nicht eingegangen sind, die Worte, die wir nicht gesagt haben, die Chancen, die wir verpasst haben.
Umgang damit: Stellen Sie fest, ob es noch Zeit zum Handeln gibt. Wenn nicht, interpretieren Sie die Erfahrung als wertvolle Information über Ihre wahren Werte und Prioritäten neu. Nutzen Sie dies, um künftig mutigere Entscheidungen zu treffen.
4. Verbindungsreue
Diese Reuegefühle betreffen Beziehungen – verblasste Freundschaften, vernachlässigte Familienbande oder romantische Verbindungen, die wir nicht pflegen konnten. Verbindungsreue erinnert uns daran, dass Menschen soziale Wesen sind.
Umgang damit: Falls möglich, nehmen Sie Kontakt auf. Eine einfache Nachricht wie „Ich habe an dich gedacht“ kann Jahre des Schweigens überbrücken. Falls eine Wiederaufnahme der Verbindung nicht möglich ist, ehren Sie die Beziehung, indem Sie die gewonnenen Erkenntnisse weitertragen.
5. Moralische Reue
Dies sind Reuegefühle über die Verletzung eigener ethischer Standards. Sie schlagen die tiefsten Wunden, da sie unser Selbstbild in Frage stellen. Dazu gehören Momente, in denen wir unsere Werte verraten oder gegen das gehandelt haben, wer wir sein wollen.
Umgang damit: Gestehen Sie sich die Verfehlung ehrlich ein. Leisten Sie Wiedergutmachung, wo es noch geht. Am wichtigsten ist jedoch die Neuausrichtung an Ihren Werten – beweisen Sie durch künftiges Handeln, dass Sie gelernt haben und gewachsen sind.
Der gemeinsame Nenner
Obwohl jede Art von Reue einen etwas anderen Ansatz erfordert, teilen alle einen gemeinsamen Weg zur Heilung: Akzeptanz, Selbstmitgefühl, Lernen und Vorwärtsgehen. Reue muss kein lebenslanges Urteil sein – sie kann ein Katalysator dafür sein, der Mensch zu werden, der Sie sein möchten.